AUSSTELLUNGEN Januar-April 2010
Handarbeit für eine bessere Welt
Nie war es angesagter als heute zu stricken, zu häkeln, zu zimmern, auszubessern und wiederzuverwenden.
In den Ausstellungen Craftwerk 2.0 und EcoCraft wollen wir die Lanze fürs Selbermachen brechen. Wir zeigen Werke, mit denen eine neue Künstler-, Kunsthandwerker- und Hobbygestalter-Generation das Kunsthandwerk und das Kunstgewerbe neu interpretiert.
19. September 2009–21. März 2010
Craftwerk 2.0
Fußballfans gestalten ihre Halstücher neu, netzwerkende Künstler stricken für den Frieden, und Ingenieure hacken für ihre Werke digitale Nähmaschinen. Die in dieser Ausstellung repräsentierten Künstler wollen sich über ihre Handwerksprodukte mitteilen und schildern ihre Ideen gern im Internet, in Manualen und Fanzines. Die Botschaft lautet: Wir können alles selbst machen – das gibt uns Freiheit und Unabhängigkeit.
An Craftwerk 2.0 beteiligen sich Künstler und Kunsthandwerker aus den USA, Deutschland, Australien, England und Schweden. Die US-Künstlerin Stephanie Syjuco ermuntert uns dazu, unsere eigenen Designertaschen zu häkeln und Mode so für jeden zugänglich zu machen. Die Künstlerin Lisa Anne Auerbach, USA, führt mit ihrem politisch motivierten Handschuhstricken Statistik über gefallene amerikanische Soldaten. Åsa Ståhl und Kristina Lindström sticken mit einer supermodernen Nähmaschine SMS-Mitteilungen.
Stephanie Syjuco, USA, ist mit einem Kunst- und Designprojekt vertreten, bei dem sie zusammen mit anderen Kunsthandwerkern Kopien exklusiver Designertaschen häkelt. Auf dem Bild ist eine gehäkelte Chanel-Tasche zu sehen.
Die Künstlerin und Aktivistin Lisa Anne Auerbach, USA, strickt mit politischem Engagement. Die gestrickten Handschuhe des Werkes „Body Count Mittens“ sind ein beängstigendes statistisches Instrument für die Messung der Zahl der im Irak-Krieg getöteten Soldaten.
19. September 2009–21. Februar 2010
EcoCraft
EcoCraft zeigt, wie die Kunstgewerbetreibenden der Provinz Jönköping Traditionen im Zusammenhang mit aktuellen Fragen von Nachhaltigkeit und Handwerk neu interpretieren. Wie lokal können wir in einer globalen Welt sein? Im Kunstgewerbe mit seinen haltbaren Produkten aus Rohmaterialien, die meist aus der Region stammen, war Nachhaltigkeit schon immer relevant. Ja, nachhaltige Entwicklung ist sogar ein Teil des Grundkonzeptes! Aber geht es noch lokaler? Können Alltagsprodukte mit Rohmaterialien geschaffen werden, die direkt vor der Haustür geholt wurden?
Mit EcoCraft feiert der Kunstgewerbeverband Jönköping sein hundertjähriges Jubiläum. In der Ausstellung sind Kunstgewerbler, Kunsthandwerker und Künstler aus der Provinz Jönköping repräsentiert.
Einige von ihnen sammeln ihr Material im Wald hinterm Haus, einige verwenden ökologische Baumwolle aus Indien, andere gestalten Flohmarktfunde neu.
Craftwerk 2.0 und EcoCraft sind Kooperationsprojekte zwischen dem Museum der Provinz Jönköping, dem Kunstgewerbeverband Jönköping und den Provinzialkunstgewerbeberatern.
Kaffeepackungen wurden zum Rohstoff für neue Taschen von Ruth Berthilsson. Foto: Anders Börjeson
Ida Wadenrud schuf ein Kleid aus Milchtüten.
Foto: Anders Börjeson
Handwerk!
Bitte nehmen Sie Platz! Zusammen mit Freunden, der Oma, dem Nähzirkel und dem Nachbarn. Hier finden Sie Stoff und Garn, Stricknadel und Nähmaschinen, Tipps und Handbücher – alles, was Sie brauchen, um die Welt zu verändern! Handarbeit ist ein Schritt in eine bessere Welt, machen Sie hier den ersten Stich oder die erste Masche!
22. Januar–28. Februar
Zijo Zolic
Zeichnungen, Gemälde, Collagen – diese Ausstellung umfasst Kunstwerke unterschiedlicher Technik, darunter Werke, bei denen mit mehreren Techniken gearbeitet wurde.
Der Künstler Zijo Zolic gewann in der Ausstellung Länssalong ´08 den ersten Preis für seine Werke. Zum Preis gehörte auch eine eigene Soloausstellung im Museum der Provinz Jönköping, die wir hiermit stolz präsentieren.
Zijo Zolic, 1961 in Bihac in Bosnien geboren, ist seit den 1990er Jahren in Jönköping als Künstler tätig.
Ab Februar
Möbel des Monats
Eine Miniausstellung in Zusammenarbeit mit Svensk Form Småland. Jeden Monat wird ein Möbel präsentiert, wobei brandheiße neue Designstücke sich mit Klassikern aus dem småländischen Möbelschatz abwechseln.
Februar: Tisch „Newton“, 2009, Staffan Holm und Dan Sunaga, Karl Andersson & Söner
März: Stuhl „Concrete“, 1981, Jonas Bohlin, Källemo
April: Liegestuhl Nr. 1, 1933–34, Bruno Mathsson, Firma Karl Mathsson, Värnamo
Mai: Stuhl „Sixten“, 2007, Hanna Brogård, Wigells Malmbäck
Eine Zusammenarbeit mit Svensk Form Småland
1 3. März–9. Mai
Wir gedenken Li Kioko
Li Kiokos Installation wurde bereits 1997 im Museum gezeigt. Li Kioko (1933–2009) war mehr als drei Jahrzehnte als freie Künstlerin in Jönköping tätig. Diese kleine Gedächtnisausstellung bietet Ihnen die Chance, Kokos Gemälde, Zeichnungen und Collagen noch einmal zu sehen.
Hommage an den Schachteljungen von Bringetofta
17. März–2. Mai
Jugendausstellung Ungdomens vårsalong
Alle 15- bis 25-jährigen Jugendlichen aus der Provinz Jönköping können dem Museum am Freitag, 26. Februar 2010 drei Beiträge wahlfreier Technik einreichen.
Eine Jury entscheidet darüber, welche Kunstwerke in der Ausstellung Ungdomens vårsalong 2010 gezeigt werden.
Das Museum hält Anmeldeformulare und Infos über die Teilnahmebedingungen bereit.
Eine Zusammenarbeit mit Jönköpings läns konstförening
Ab 20. März 2010
Die Geschichte der Stadt Jönköping: Anekdoten, Menschen, Plätze
Die neue Ausstellung über die Geschichte Jönköpings wird im Zusammenhang mit der Einweihung des Archivgebäudes am 20. März 2010, 13–17 Uhr, eröffnet. Sie schildert die Geschichte der Stadt von ihrer Gründung im 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart und vermittelt die verschiedenen zeitgenössischen Visionen für Jönköping und die historischen Lebensbedingungen der Menschen. In der Stadt lebten Bürger, Kaufleute, Handwerker, Lehrjungen, Gesellen, Meister, Knechte, Mägde, Priester, Soldaten, Bettler, Beamte und viele, viele andere Menschen.
John Bauer märchenhafte Bilder sind nicht in der Ausstellung zu sehen. Die Bilder erhalten neuen Frames. Wir informieren, sobald die Bilder wiederhergestellt werden.
John Bauer, der weltberühmte Künstler
John Bauer wurde 1882 in Jönköping geboren. Erleben Sie anhand Gemälde, Skizzen und unseres einzigartigen Archivmaterials verschiedene Aspekte von Bauers Kunst.

John Bauers Märchenwelt
Tauch ein in die Welt der Märchen und lass deiner Fantasie freien Lauf! In der Märchengarderobe kannst Du Dich in John Bauers Märchenfiguren verwandeln. Ein Erlebnis für Kinder und Erwachsene jeden Alters.
John Bauers Museum >>>
17. April–22. August
Progg-Poster
Die Poster erzählen von den Musikfestivals, den politischen Demonstrationen und der Frauenbewegung. Sie wurden von bekannten Künstlern wie Kjartan Slettemark, Channa Bankier und Carl Johan De Geer geschaffen. Dank der Poster konnte ein besonders großes Publikum erreicht werden und auch Menschen, die nicht zu den typischen Kunstbetrachtern zählten. Aber auch Musikgruppen, Veranstalter und Fans schufen Poster. „Zusammen machen“ und „Selbst machen“ waren Schlüsselwörter der Zeit. Die Ausstellung basiert auf Håkan Agnsäters Sammlung, die letztes Jahr im Nordischen Museum gezeigt wurde. Håkan Agnsäter war Anhänger der Progg-Bewegung und Schlagzeuger in der Progg-Band „Solen skiner“ (Die Sonne scheint).
Volksfest in Malmö. Foto: Lasse Heill 1974
17. April–12. September
Politische Kunst
Parallel zur Progg-Poster-Ausstellung präsentiert das Museum eine Ausstellung mit Kunstwerken aus den 1960er und 1970er Jahren, die aus den eigenen Sammlungen stammen und von anderen Museen ausgeliehen wurden. Hier begegnen Sie Künstlern wie Gerhard Norström, P.-O. Ultvedt, Lars Hillersberg, Lena Svedberg und Anna Sjödahl.
Die Textilkammer
Drei Geschichten – eine Ausstellung:
Eine Uniform in einem Teppich finden
Einen Hijab tragen
Tiefe Stiche
– eine kleine Ausstellung mit subversiven Stickereien über die jüdische Mission, Machtkämpfe und den 11. September.
Das World Trade Center auf einer Stofftasche
Der Weg in die Vergangenheit
Archäologische Entdeckungen an der Reichsstraße 31. Sehen Sie die Funde, und erfahren Sie, wie die Menschen in der Eisenzeit lebten und wie die Archäologen heute arbeiten.
© Jan-Olof Larsson
Sammlung schwedischer Kunst – ausgehendes 19. Jahrhundert, Jahrhundertwende und 20. Jahrhundert
Zur Sammlung gehört unter anderem die Gannevik-Schenkung, in der mehrere der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts vertreten sind, darunter Bror Hjorth, Vera Nilsson, Otte Sköld, Ivan Ivansson und Olle Olsson-Hagalund.
Öffnungszeiten:
Dienstag–Sonntag 11–17 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr, im Juli und August auch Montag 11–17 Uhr
Öffnungszeiten: Schwedische Feiertage >
Eintritt ist frei bis 9. Mai, 2010
Eintritt 11. Mai–12. September, 2010: 40 SEK
Alle Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt in die Jönköpings läns museum.
Buchen Sie einen Besuch!
En inführung: 275 SEK (ca. 20 min.)
Führung zu den üblichen Öffnungszeiten: 600 SEK (Einführung und Durchgang von Bauer-Biografie und Kunstschaffen nach Besuch der Ausstellung, Besuchszeit insgesamt ca. 45 min.)
Führung oder Einführung außerhalb der Öffnungszeiten: 1200 SEK.
Buchen Sie einen Besuch! Buchen Sie unter E-Mail info@jkpglm.se
oder per Tel: +46 (0) 36-30 18 00,
Fax: +46 (0) 36-30 18 18
Wir sind hier
Jönköpings läns museum (Museum der Provinz Jönköping) liegt im östlichen Teil
des zentralen Stadtbereichs von Jönköping und ist mit dem Bus leicht erreichbar.
Der Bus- und Autoparkplatz liegt dicht beim Museum. Die Räume des Museums sind behindertengerecht.
Jönköpings läns museum (Museum der Provinz Jönköping)
Dag Hammarskjölds plats 2
Postfach 2133
SE-550 02 Jönköping
Tel: +46 (0) 36-30 18 00
Fax: +46 (0)36-30 18 18

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